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EHEC - ein Fall für Vitamin D

Lennestadt, den 1. Juni 2011

Institut VitaminDelta.de

Liebe Leser,

es ist bestürzend, dass derzeit so viele Menschen an einer EHEC-Infektion erkrankt sind. Für die meisten ist es vermutlich die schwerste Krise ihrer Gesundheit. Derzeit haben über 300 Menschen in Deutschland ihre Nierenfunktion durch das HUS (hämolytisch-urämisches Syndrom) verloren und die Zahlen steigen. Die Schwere der Erkrankung mit Blutverlusten und Ausfall der Nierenfunktion ruft nach medizinischen Lösungen.

Angesichts der großen Verbreitung der Infektion ist die Zahl der mit dem Erreger in Kontakt geratenen Menschen vermutlich über 1000-mal so hoch. Die entscheidende Frage ist, woraus sich die Anfälligkeit für diese Erkrankung ergibt und wie man sie beheben kann. 

Ob die Vermeidung von Gurken und Tomaten das Problem in den Griff bekommt muß bezweifelt werden. Vor dem Ausbruch der jetzigen Seuche waren in Deutschland vor allem Kinder betroffen. Dabei hatte sich Milch als das häufigste Medium erwiesen. Alle unsere Nahrungsmittel kommen als potentieller Überträger in Frage.

Auch die Verbreitung von Mensch zu Mensch ist angesichts einer sehr geringen Infektionsdosis von weniger als 100 Bakterien vom Typ EHEC ein möglicher Übertragungsweg. Die Inkubationszeit von 2 bis 10 Tagen erschwert es, die Ursachenquelle rasch zurück zu verfolgen. Auch finden in dieser unauffälligen Inkubationszeit möglicherweise schon familiäre Übertagungen statt.

Was könnte uns vor einem EHEC-Drama schützen?

Wie könnte eine Prophylaxe für die Gesamtbevölkerung aussehen?

Lesen Sie den Artikel:

EHEC und HUS:
Vitamin D-Mangel als  Ursache und therapeutischer Ansatzpunkt

Verantwortlich: Raimund von Helden,

Institut VitaminDelta.de, Lennestadt

Unter Mitwirkung von :

Uwe Gröber, Akademie & Zentrum für Mikronährstoffmedizin, Essen

William Grant, Sunarc.org Institute, San Francisco, USA



Eine alternative Gedankenführung:

Wissenschaftliches Denken lebt davon, dass mehrere Hypothesen um die Anerkennung konkurrieren. Gestatten Sie mir daher im Namen der wissenschaftlichen Freiheit eine Hypothese vorzustellen, die ich für tragfähig halte, weil sie sich auf nachprüfbare biochemische Fakten stützt.

Der Angriff durch Viren, Bakterien und Pilze ist doch unser biologischer Alltag seit Millionen von Jahren. Die Frage nach dem ursächlichen Keim (EHEC) und seiner Herkunft muss endlich durch die Frage nach der uns angeborenen Abwehr dieser Keime ergänzt werden. Wenn es gelingt, die Schwachstelle in unserem Immunsystem zu erkennen, dann können wir uns selbst schützen.

Die Hypothese:

Bei etwa 20 % der Menschen mit einem Mangel an Vitamin D wird kein Cathelicidin (C) mehr erzeugt, ein Eiweißstoff zur "endogen-antibiotischen" Bakterienabwehr.

Die schwer EHEC-Erkrankten sind anfällig geworden, weil sie einen starken Mangel am "Sonnenvitamin" D haben und in der Folge auch kein Cathelicidin mehr gebildet haben.

Info: Was ist Cathelicidin?

"Cathelicidin", auch "LL-37" genannt ist ein "Antimikrobielles Peptid (AMP) oder "Defensin". Proteine dieses Typs sorgen dafür, dass wir von den Bakterien-"Rasen" auf Haut oder Darm nicht angegriffen werden. Beim Tod eines Menschen gehen diese Bakterien sofort zur Zerstörung des Körpers über, weil diese Abwehr zusammenbricht. Fällt Cathelicidin aus, so resultieren die verschiedensten Krankheiten, beispielsweise die Darmkrankheit "Morbus Crohn".

Überprüfung der Hypothese:

Mit der Messung des 25-OH-Vitamin-D-Spiegels bei den Erkrankten kann dieser Hypothese auf einfachste Weise nachgegangen werden. Durch Vitamin D-Versorgung von Risikogruppen (Krankenschwestern und Pflegern) könnte der Nutzen weiter bestätigt werden.

Erkrankte sollten auf Ihren "C"-Spiegel hin getestet werden. Möglicherweise kann durch Gabe von Vitamin D  mit mindestens 300 000 Einheiten das C-System wieder in Gang gebracht werden.

Die Gabe von 300.000 Einheiten Vitamin D an Intensivpatienten ist  unabhänggig von der EHEC-Thematik bereits jetzt schon Gegenstand einer Studie von Prof. Harald Dobnig.

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Was leistet diese Hypothese?

Sie liefert eine wissenschaftlich nachprüfbare Theorie, die mehrere Fragen logisch beantwortet.:

  • warum es uns in Deutschland trifft

  • wer wahrscheinlich erkrankt

  • warum der Infekt so viele potentiell Infizierte unbeschadet läßt

  • wie wir uns persönlich schützen können

  • welche einfache Therapie den Betroffenen helfen könnte


Der wissenschaftliche Hintergrund:

Der menschliche Körper ist im gesunden Zustand in der Lage antibiotisch wirksame Proteine aus der Gruppe der Defensine zu produzieren. Ein Schlüssel-Protein ist hierbei das Cathelicidin. Die Produktion dieses Proteins ist jedoch bei einem Vitamin D-Mangel gestört.

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Das könnte biochemisch erklären, warum im Winter und bei Sonnenvermeidern bakterielle Infekte vermehrt auftreten. Umgekehrt können durch Sonnenbestrahlung chronische Infekte ausheilen. Das ist das Prinzip der Lungenheilstätte in den Alpen: hohe UVB-Einstrahlung stellt das Vitamin-D-Hormonsystem wieder her und über Cathelicidin werden sogar die Tuberkulose-Bakterien zerstört.

Wer vom körpereigenen Antibiotikum "C" noch nichts gehört hat, kann sich über den allgegenwärtigen Nutzen dieses Proteins selbst einen Überblick verschaffen.

Nachweise, die Sie prüfen können:

In der frei zugänglichen Datenbank pubmed.gov können Sie mit den Begriffen "cathelicidin and vitamin d" suchen und erhalten über 100 Publikationen über den engen Zusammenhang von Vitamin D und unserem natürlichen Abwehrstoff gegen Bakterien. So konnte man einen statistischen Zusammenhang zwischen dem schlechten Vitamin-D-Gehalt im Nabelschnur-Blut und der fehlenden Produktion von Cathelicidin und Infekten feststellen (PMID: 21470993).

Während eine schwere Erkrankung durch einen Ausfall des körpereigenen "steroidalen" Cortison (Morbus Addison) in den Lehrbüchern der Medizin fest verwurzelt ist, ist die tiefgreifende Störung des ebenfalls "steroidalen" Calcitriol-Hormonsystems in seiner Tragweite weitgehend unbekannt. Das ist um so verwunderlicher, als ein Mangel an Vitamin D von jedem Arzt täglich diagnostiziert werden müßte, während ein Mangel an Cortison eine absolute Rarität ist.

Wie groß ist das Risiko für die Bevölkerung?

Es befinden sich große Anteile der Bevölkerung (über 50%) in einem schweren Vitamin D-Mangel. Den eigenen Vitamin -D-Spiegel können Sie online abschätzen. Auch das Robert-Koch-Institut weist selbst auf den landesweiten Mangel hin, leider ohne einen Aktionsplan zu entwickeln..

Etwa 20 % dieser Menschen im Vitamin -D-Mangel haben keine ausreichende Cathelicidin-Produktion mehr und sind daher sehr anfällig für banale Keime. Das stellt die Grafik mit der Punktwolke dar.

Es ist daher nicht verwunderlich, wenn bei einigen Menschen im Vitamin -D-Mangel das körpereigene Abwehrsystem in der Abwehr der EHEC-Keine versagt. Über die Ursachen des Vitaminmangels informiert ein Selbsttest.

Wirkt Cathelicidin (CC) gegen EHEC?

Ja! Bereits 3 wissenschaftliche Artikel zeigen den Zusammenhang von EHEC und Cathelicidin auf. Einer davon (PMID:15814717) ist sogar in der englischen Vollversion frei zugänglich. Dort ist dieser Satz zu lesen:

For example, human cathelicidin in gastric juice of Helicobacter pylori-infected individuals reached concentrations up to 15 µM, yet effectively killed H. pylori in vitro at ∼10-fold lower concentrations.

Das heißt frei übersetzt, dass Cathelicidin (CC) im Magensaft gegen den Helicobacter-Keim schützt, der ein Verursacher von Magengeschwüren ist. Dabei ist dieser körpereigene Stoff "CC" so effizient, dass er noch in 10-facher Verdünnung seine Aufgabe erfüllen kann: Bakterien zerstören. So ist auf experimenteller Ebene die extreme Effizienz dieses C-Systems nachgewiesen.

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So bestätigt sich der gedankliche Ansatz dieser Hypothese, dass Menschen mit einem ausgeprägten Mangel an Vitamin D zu den vorrangigen Opfern des EHEC-Keimes werden. Rächt es sich, dass  man den Mangel am Sonnenvitamin D so sträflich verschwiegen hat?

Die Focussierung des Interesses auf einen synthetischen Antikörper (Eculizumab), bei dem die Produktion einer einzigen Flasche über 2000 € kostet, ruft nach einer natürlichen Alternative. So geht es bei der Vitamin- D-Hypothese um die Besinnung auf eine natürliche Prävention und natürliche Therapie durch Verständnis des natürlichen Schutzsystems unseres Körpers.

Fazit aus der Kenntnis des Cathelicidin -Systems:

  • Es gibt klare experimentelle und klinische, spezielle und allgemeine Belege dafür, dass ein starker Mangel an Vitamin D die EHEC-Erkrankung begünstigt.
  • Bereits an EHEC oder HUS Erkrankte bedürfen der Messung des Vitamin D-Spiegels und einer Vitamin -D-Setup Therapie um die körpereigenen Abwehrkräfte zu optimieren
  • Zum Schutz der Bevölkerung und zur Eingrenzung der Epidemie sollte eine landesweite Versorgung mit Vitamin D geplant werden.

Die Diagnose und Therapie des Vitamin-D-Mangels

In Deutschland sind Millionen von Menschen dauerhaft im Zustand des Vitamin-D-Mangels. Dies ist die Folge einer Reihe von Fehlinformationen. Die Hintergründe und versteckten Auswege können Sie in meinen eBooks nachlesen. Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, in punkto Behandlung zu verstehen, dass es mit ein paar Vitamin D-1000 Tabletten aus dem Supermarkt nicht getan ist. Um den Vitamin D-Spiegel vom Hamburg-Niveau auf ein Malaga-Niveau zu bekommen, sind im Normalfall 300.000 Einheiten Vitamin D (Kosten 6 €) erforderlich. Vor dem Einsatz dieser Vitamin-D-Setup Therapie sollte man sich genau darüber informieren.

Hier geht es zum Informationspaket Vitamin D

Institut VitaminDelta.de

Ihr Dr. med. Raimund von Helden

Allgemeinarzt - Diabetologe - Vitamin-D-Research-Group


 

Quellenverzeichnis: Pubmed

1. Vitamin D induction of the human antimicrobial Peptide cathelicidin in the urinary bladder.
  Hertting O, Holm Å, Lüthje P, Brauner H, Dyrdak R, Jonasson AF, Wiklund P, Chromek M, Brauner A.
  PLoS One. 2010 Dec 14;5(12):e15580.
  PMID: 21179490 [PubMed - indexed for MEDLINE] Free PMC Article
  Free full text Related citations
2. Vitamin D induces innate antibacterial responses in human trophoblasts via an intracrine pathway.
  Liu N, Kaplan AT, Low J, Nguyen L, Liu GY, Equils O, Hewison M.
  Biol Reprod. 2009 Mar;80(3):398-406. Epub 2008 Nov 12.
  PMID: 19005165 [PubMed - indexed for MEDLINE] Free PMC Article
  Free full text Related citations
3. Genome-wide transposon mutagenesis identifies a role for host neuroendocrine stress hormones in regulating the expression of virulence genes in Salmonella.
  Spencer H, Karavolos MH, Bulmer DM, Aldridge P, Chhabra SR, Winzer K, Williams P, Khan CM.
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  PMID: 19933366 [PubMed - indexed for MEDLINE] Free PMC Article
  Free full text Related citations
4. Cathelicidin mediates innate intestinal defense against colonization with epithelial adherent bacterial pathogens.
  Iimura M, Gallo RL, Hase K, Miyamoto Y, Eckmann L, Kagnoff MF.
  J Immunol. 2005 Apr 15;174(8):4901-7.
  PMID: 15814717 [PubMed - indexed for MEDLINE] Free Article
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5. Factors affecting the antimicrobial activity of ovine-derived cathelicidins against E. coli 0157:H7.
  Anderson RC, Yu PL.
  Int J Antimicrob Agents. 2005 Mar;25(3):205-10. Epub 2005 Jan 20.
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6. Structure and organization of the human antimicrobial peptide LL-37 in phospholipid membranes: relevance to the molecular basis for its non-cell-selective activity.
  Oren Z, Lerman JC, Gudmundsson GH, Agerberth B, Shai Y.
  Biochem J. 1999 Aug 1;341 ( Pt 3):501-13.
  PMID: 10417311 [PubMed - indexed for MEDLINE] Free PMC Article
  Free full text Related citations

 

Die größte medizinische Datenbank:

Datenbank-Zugang Robert Koch-Institut: SurvStat

  • www3.rki.de/SurvStat, Datenstand: <22.06.2011>

Ein umfangreiches Verzeichnis über Cathelicidin-Wirkungen:


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